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Gülle - gefährlich für unsere Hunde

Liebe Hündeler!

Jetzt ist wieder die Zeit der frisch gedüngten Felder und Wiesen mit Gülle (Jauche), darum gilt: Gülle ist gefährlich für unsere Hunde.

Gülle enthält diverse Bakterien. Es können Salmonellen, E.Coli-Bakterien und das lebensgefährliche Toxin Clostridium botulinum enthalten. Aber auch Giardien und Leptospirosen finden sich darin. Ich könnte noch viel mehr aufzählen, aber ich denke, wir können uns vorstellen, was es noch alles darin hat, wichtig auch Medimantenrückstände, wie Antibiotika oder Antiparasitenmittel.

Das bedeutet, dass unsere Hunde auf den Feldern und Wiesen nun nichts mehr zu suchen haben, nicht nur, weil die Landwirte nun sähen und anpflanzen, sondern genau wegen der gedüngten Felder und Wiesen.
Wir durften bis jetzt unsere Hunde auf den Feldern und Wisen toben und rennen lassen, das ist geduldet. Aber nun sind die Landwirte darauf angewiesen, dass wir unsere Hunde nicht mehr auf die Felder lassen. Die Ernteausfälle können gross sein dadurch, und das Gras wird „kaputt“ gemacht bis zum 1. Mähen.

Die Hunde lieben es, sich in Gülle zu wallen, darin rum zu rennen und einige fressen die Gülle gar noch. Klar, unsere Nase wird das nicht goutieren und das ist auch gut so.

Wieso ist Gülle gefährlich für unsere Hunde?

Einerseits haben unsere Hunde in den Pfotenballen Mikrorisse, wo die Bakterien und Toxine eindringen können. Wenn sie sich gewallt haben, werden sie sich sauber lecken wollen. Unsere Hunde vergiften sich!
In gewissen Fällen kann das Botulinum in der Gülle wachsen, das zu Botulismus führt und tödlich enden kann. Darum sagen wir immer, Gülle ist gefährlich für unsere Hunde, ja kann sogar lebensgefährlich sein.

Wie erkenne ich, dass ich sofort zum Tierarzt muss?

Wenn der Hund Lähmungserscheinungen hat, dann sofort zum Tierarzt. Das ist meist das Zeichen von Botulismus.
Wenn es eben doch passiert, dann achten wir uns auf folgende Symptome: starkes Speicheln, Erbrechen, Durchfall, Zittern, Müdigkeit oder generell sind die Hunde dann sehr matt.

Wichtig ist, viel Wasser zum Trinken geben und dann zum Tierarzt . Aber bitte, kein Wasser aus Pfützen – denn auch diese können Gülle darin haben oder andere Bakterien.
Grundsätzlich sollten wir sowieso bei längeren Spaziergängen Wasser dabei haben – für uns und unsere Hunde.

Daher gilt: unsere Hunde haben auf den Feldern und Wiesen jetzt nichts zu suchen!

Liebe Grüsse
Vita