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Hunde auslasten

Liebe Hündeler!

Hunde auslasten bedeutet nicht nur körperlich, sondern auch geistig und sozial. Wie machen wir das am besten?
Wie wir im Beitrag der Hunderassen gelesen haben, ist es enorm wichtig, den Hund richtig auszulasten, und zwar nicht nur körperlich.

Einen Hund nur einseitig auszulasten, gibt Probleme. Darum ist es wichtig, dass wir das Dreieck – „körperlich – geistig – sozial“ beachten:

Körperlich

Die körperliche Auslastung kennen wir alle und sie findet täglich statt. Wir gehen spazieren mit unseren Hunden. Spaziergänge sind tolle Zeiten, die wir mit unseren Hunden verbringen können. Das bedeutet nicht nur, dass der Hund sich lösen kann, nein es sollen Interaktionen zwischen dem Hund und uns stattfinden.
Wie lange solche Spaziergänge dauern sollen und wie viele es im Tag sein sollen, das ist je nach Hund, je nach Rasse und je nach Alter verschieden. Bitte immer daran denken, dass ein Hund, der sich gewohnt ist, dreimal im Tag 1,5 Stunden spazieren zu gehen, das auch eine lange Zeit brauchen wird. Er hat dann die Ausdauer und wehe, man kann ihm diese nicht geben. Er wird sich andere Lösungen suchen, um seine Energie loszuwerden. Daher ist meine Empfehlung, einen tollen längeren Spaziergang zu machen, mit seinem Hund, während dem wir als Team unterwegs sind. Dieser darf dann gerne 2 bis 3 Stunden sein.
Bitte auch immer daran denken, dass der Hund mit solch einer Belastung auch überfordert werden kann. Ein erwachsener Hund schläft und döst während etwa 16 bis 18 Stunden im Tag und je älter er wird, desto länger sind diese Phasen. Darum finde ich es wichtig, dass ich mit Nala einen Spaziergang mache, den wir beide geniessen können, sie ausgelastet ist und ganz wichtig, während welchem ich ganz bei ihr bin und sie meine Aufmerksamkeit hat.

Geistig

Während den Spaziergängen finde ich es sehr wichtig, dass der Hund auch geistig ausgelastet wird. Sei es mit Spielen, mit Übungen, mit Schnüffelspielen oder auch mit Tragen eines Gegenstandes. Das alles aber natürlich nicht während dem ganzen Spaziergang. Er soll auch „Hund“ sein dürfen und schnuppern, die Umwelt erkunden und ausgelassen sein. Wichtig finde ich, dass die geistige Auslastung artgerecht ist.

Haben wir einen Senior bei uns oder ist der Hund oder auch der Halter krank und es ist nicht möglich, einen ausgedehnten Spaziergang zu machen. Wir sollten daher auch für daheim Möglichkeiten haben, den Wauzi geistig auszulasten. Da gibt es unendlich viele Möglichkeiten und die müssen nicht teuer gekauft werden. Macht Schnüffelspiele mit einem Handtuch (Leckerchen sind im Handtuch eingerollt) oder in einem Karton, gefüllt mit Korkzapfen (Karton mit Korkzapfen gefüllt und Leckerchen drin suchen). Das Hütchenspiel liebt Nala sehr. Versteckt daheim Leckerchen und der Hund soll sie suchen. Beschäftigt Euch aber mit Eurem Hund auch während der geistigen Auslastung.

Für den Hund ist das Spiel und spielen mit seinem „Kahu“ das Schönste.

Sozial

Soziale Auslastung bedeutet nicht nur, dass der Hund dauernd und immer mit seinen Artgenossen spielen soll, z.B. während einem Spaziergang. Klar ist das auch schön und soll möglich sein, wenn die Hunde sich kennen und sie positiv miteinander spielen und interagieren können.

Soziale Auslastung bedeutet aber auch und ja, für mich vor allem, dass der Hund positiven Kontakt zu seinem Menschen hat. Übungen, um die Bindung zu stärken (zusammen einen Trampelpfad begehen, durch eine Stadt gehen), Kuschelzeiten und eben das gemeinsame Spielen.

Wir sehen also, das Auslasten der Hunde ist nicht schwierig und es braucht tatsächlich nicht viel – oder doch in der heutigen Zeit schon – es braucht Zeit, unsere Zeit.
Aber was ist schöner, als Zeit mit seinem Freund, dem Hund zu verbringen und zusammenzuwachsen?

Liebe Grüsse
Vita