Seite wählen
Hunderassen

Liebe Hündeler!

Hunderassen gibt es unendlich viele – FCI-anerkannte Rassen deren 358 (Stand Oktober 2025). Hybridrassen sind nicht anerkannt. Dazu später mehr.

Hunderassen

Wie oben geschrieben, gibt es mittlerweile über 350 Hunderassen, die von der FCI (Fédération Cynologique Internationale) anerkannt sind. Die Rassen werden in 20 Gruppen unterteilt. Ihr könnt hier: Link zur Liste der FCI-Hunderassen gerne selber mal nachschauen, wo Euer Hund eingeteilt ist. Findet ihr ihn nicht, ist es entweder ein Mischling oder eine Hybridrasse.

Hybridrassen

Hybridhunde (oder -rassen) sind Hunde, bei denen die Elterntiere zweier Rassen angehören, z.B. der Labradoodle (Elterntiere sind Labrador und Pudel). Vor allem die Hybridrassen, bei welchen der Pudel ein Elternteil ist, sind sehr beliebt. Dies hauptsächlich, weil Pudel nicht haaren.

Wolf

Bei alledem sollte wirklich nie vergessen werden, dass der Hund, egal welcher Rasse und Herkunft er ist, vom Grauwolf abstammt!

Wozu dieser Beitrag?

Nein, es wird keine Brandrede meinerseits geben, wie der Mensch mit dem Wolf umzugehen hat (eine Meinung dazu habe ich natürlich). Ich werde mich auch nicht darauf einlassen, eine Diskussion zu beginnen, ob nun ein Mischling oder ein Rassehund besser ist (meine erste Hündin war ein Mischling, meine zweite ist ein Rassehund). Auch dazu habe ich eine Meinung. Es geht um was völlig anderes.

Die Hundehalter sollten sich bewusst sein, welche „Art“ Hund sie zu sich holen und an der Leine führen. Habe ich einen Jagdhund oder einen Hütehund? Das macht zum Beispiel einen Unterschied, wie ich den Hund auslasten kann oder muss.
Aber und das ist noch viel wichtiger, ich sollte die Eigenschaften der jeweiligen Hunderasse kennen. Wie oft ärgere ich mich, wenn ich zum Beispiel Hundebesitzer von einem Jack Russell sehe, dem der Ball zum 100. Mal geworden wird und der Hund dem Ball nachjagt. Als Antwort bekomme ich dann: „…der Hund muss ausgelastet sein…“ und „… die Bewegung tut ihm gut…“. Das ist ein Jack Russell! Ich hätte ja keine Ahnung von Hunden, was ja sein kann, aber nicht muss. Aber die Eigenschaften eines Jack Russells kann man ja nachlesen und merkt dann, was ich meine!
Die gleichen Menschen aber höre ich dann sagen: „…wenn der Hund Zuhause nur ruhig wäre…“ – „… den Hund bekomme ich nicht ruhig!“ Wie soll der Hund Zuhause zur Ruhe kommen, wenn ihm draussen x-Mal der Ball geworden wird und sein Adrenalinspiegel so hoch ist, dass er nicht zur Ruhe kommen kann?

Es gibt Hundebesitzer, die gehen im Tag stundenlang spazieren. Der Hund braucht ja Bewegung. Schön und gut. Was passiert dann, wenn ich mal nicht über Stunden mit dem Hund spazieren gehen kann? Das sind alles Gedanken, die sich ein Hundehalter zur Rasse seine Hundes machen sollte, nein machen muss!

Auslastung

Die Auslastung der Hunde bedeutet: körperliche Bewegung, geistige Beschäftigung und soziale Kontakte (nicht nur oder ausschliesslich zu Hunden).

Genau da beginnen die Probleme. Habe ich einen Jagdhund (z.B. Deutsch Drahthaar), muss ich den geistig anders auslasten, als ein Hütehund (Border Collie) oder einen Windhund (Greyhound). Habe ich einen Gesellschafts- oder Begleithund (z.B. einen Chihuahua) ist dieser Hund anders auszulasten als ein Ur-Hund (z.B. einen Akita Inu), was die sozialen Kontakte betrifft.
Bewegung braucht jeder Hund, je nach Alter, Gewicht und Gesundheitszustand mehr oder eben angepasst weniger.

Ich kann da nur immer wieder appellieren – schaut, was ihr an der Leine habt und lastet den Hund entsprechend aus – körperlich, geistig und sozial. Aber noch viel wichtiger – schaut erst, welche Rasse in Euer Leben passt.

Wie aber lasten wir den Hund aus – körperlich und geistig? Dazu mehr in einem der nächsten Beiträge.

Liebe Grüsse

Vita