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Spaziergang

Liebe Hündeler!

Ein Spaziergang kann so schön sein für das Mensch-Hundeteam – oder auch sehr langweilig oder stressig und nicht auslastend. Was aber bedeutet das?

Spaziergang

Das ist ein geruhsames Gehen im Freien, das zur Erholung, der Gesundheit und dem Zeitvertreib dient. Was gibt es da schöneres, als den Spaziergang mit seinem Partner „Hund“ zu machen?
Es ist eine Freizeitbeschäftigung, die beiden gut tut und die Bindung stärken kann. Man kann aber auch einiges falsch machen, das in Stress ausarten kann.

Mit oder ohne Leine

Ein Spaziergang mit dem Hund an der Leine oder frei, das ist egal. Wichtig ist, dass der Rückruf funktioniert und vor allem, wenn der Hund ohne Leine geht, sich der Hund nicht zu weit von uns entfernt.
Übungen können gemacht werden, ob der Hund an der Leine ist oder nicht. Wir müssen wissen, ob wir es wollen, dass unser Hund mit anderen Hunden Kontakt hat und wie. Meine Empfehlung ist klar, keinen Kontakt an der Leine.

Übungen

Übungen auf dem Spaziergang mit dem Hund?
Klar und sehr wichtig. Es gibt nichts langweiligeres und ja auch unfreundlicheres, als ein Spaziergang mit Hund, wo wir das Smartphone in der Hand haben und nicht auf die Umwelt und somit auch auf unseren Hund achten. Über das Phubbing hatte ich schon mal berichtet. Wenn ich mit Nala unterwegs bin, hat sie meine Aufmerksamkeit. Ja ich habe auch schon mal das Natel in der Hand, da weiss Nala, dass sie sich schön in Pose setzen muss, denn dann werden Fotos gemacht. 🤭 Nein, wenn dann versuche ich natürlich Schnappschüsse zu machen.
Also es ist wirklich so, dass Nala weiss, was passiert, wenn ich das Natel in der Hand halte. Das ist aber auch alles! Sie soll meine Aufmerksamkeit haben und wir machen Spiele und Übungen zusammen.

Unterordnung kann so gut trainiert werden auf dem Spaziergang. Aber auch das Spielen, das Suchen und die Impulskontrolle übe ich mit Nala. Es macht ihr Spass und sie ist immer voll dabei. Alles nur ein paar Minuten, denn Nala soll auch einen gemütlichen „hündischen“ Spaziergang geniessen. Ich mache nicht alles auf unseren Spaziergängen. Mal ist Unterordnung und suchen dran, dann wieder spielen und suchen usw. Ja, suchen ist die liebste Beschäftigung von Nala. Darum steht immer irgendwas mit „suchen“ auf meinem Plan.

Hündischer Spaziergang

Ich bezeichne den Spaziergang, wo Nala einfach „Hund“ ist so. Sie soll schnuppern können, sich mal auspowern und ihre Runde(n) rennen, beobachten, ihrer Neugier nachgehen, markieren. Sie kann Dinge machen, die ihr gefallen, wo ich ihr nicht sage, was zu tun ist und sie ihre Sinne so einsetzen kann, wie sie will.

Wie lange soll der Spaziergang denn nun sein?

Viele Hündeler sagen immer wieder, dass sie zwei, drei oder gar vier Stunden im Tag mit dem Hund spazieren gehen. Da frage ich mich dann schon, was sie da mit dem Hund machen. Ja, Nala und ich können auch zwei bis vier Stunden draussen sein. Das bedeutet aber nicht, dass wir so lange unterwegs sind und was unternehmen. Wenn ich das jeden Tag mit Nala machen würde, verlangt sie irgendwann danach. Sie wird nicht mehr ausgelastet sein, wenn ich dann mal „nur“ eine Stunde unterwegs bin. Ich würde Nala auch überlasten und überfordern.

Klar machen wir an den freien Tagen auch mal eine kleine Wanderung, die dann gut und gerne vier Stunden dauern kann. Aber da streue ich keine Übungen in den Spaziergang. Wir wissen alle, dass zehn Minuten Kopfarbeit für den Hund eine Stunde körperliche Auslastung bedeutet.
Darum gehe ich mit Nala oft 1,5 bis zwei Stunden spazieren. Da sind Übungen drin, spielen und eben „einfach“ Hund sein. Aber wir setzen uns auch mal auf eine Bank und geniessen die Natur.

Mir ist wichtig, dass Nala nach einem Spaziergang zufrieden ist. Ich finde, das ist das Wichtigste – zufriedene und glückliche Hunde nach dem Spaziergang.

Liebe Grüsse
Vita